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Dr. Murad Wilfried Hofmann, geboren 1931 in Aschaffenburg, 1980 zum Islam ĂŒbergetreten. Studium des deutschen Rechts in MĂŒnchen, Studium des amerikanischen Rechts am Union College und an der Harvard Law School.
1983 - 1987 Informationsdirektor der NATO in BrĂŒssel,
1987 - 1990 Botschafter in Algier
und 1990-1994 Botschafter in Marokko.

AuszĂŒge aus: Tagebuch eines deutschen Muslims

Einen solchen Unfall ĂŒberlebt man nicht!

Holly Springs, Mississipi, 28. Juni 1951

In meinem Koffer wenig mehr als meine Kellnermontur, war ich schon seit 14 Tagen "per Anhalter" unterwegs, um von New Jersey aus ĂŒber Florida den Westen der Vereinigten Staaten zu erleben. Die letzte Etappe, Atlanta, Georgia, lag weit hinter mir und die nĂ€chste, Memphis, Tennessee, schien nur noch eine Frage von Autominuten zu sein.
Da tauchte ein Schatten vor uns auf. Der Fahrer versuchte, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Von Bremsen auf beiden Seiten keine Spur. "Head-on-collision" hieß es tagsdrauf in der Lokalzeitung. "Betrunkene kreuzen auf falscher Seite der Autobahn."
Im Krankenhaus konstatierte man Oberkieferbruch, 19 herausgeschlagene ZĂ€hne, zerfetzte Unterlippe, ausgekugelten Arm und ein Loch am Knie, jedoch weder GehirnerschĂŒtterung noch Schock. Dabei waren die beiden Chevrolets mit einer addierten Geschwindigkeit von ca. 155km/h frontal zusammengestoßen. Mit gleicher Überlebenschance hĂ€tte ich vom fĂŒnften Stock eines GebĂ€udes springen können.
WĂ€hrend der Gesichtsoperation fragte der Chirurg, die Narkoseschwester, wie ich wohl frĂŒher ausgesehen habe. Mit dem Kopf weise ich auf meinen Paß in der GesĂ€ĂŸtasche der Jeans hin. Der Arzt betrachtet lange abwechselnd mein Paßfoto und meine inzwischen entgleisten GesichtszĂŒge und meint dann verlegen, ich könnte mich ja in ein paar Jahren einer Schönheitsoperation unterziehen ...

Und dann, wĂ€hrend er mir fĂŒr die erste Nacht eine Morphiumspritze gibt, sagt der Chirurg unvermittelt: "Einen solchen Unfall ĂŒberlebt man nicht. Mein Lieber, Gott hat mit Dir noch etwas ganz besonderes vor!"
Erst am 25. September 1980, ĂŒber 29 Jahre spĂ€ter, glaubte ich zu verstehen.

... unbemerkt Muslim

Bonn, 11. September 1980

Seit einiger Zeit feile ich unter stĂ€ndiger Reduzierung auf das Wesentliche daran, alle philosophischen Aussagen, die ich fĂŒr gewĂ€hrleistet halte, systemgerecht niederzuschreiben. Meinem Sohn Alexander habe ich versprochen, dies fĂŒr ihn als Summe einer lebenslangen Auseinandersetzung mit unseren Erkenntnismöglichkeiten festzuhalten: als ein unkonventionelles Geschenk zu seinem 18. Geburtstag.*)
Im Verlauf dieses Prozesses habe ich jedoch Klarheit darĂŒber gewonnen, daß  die Haltung eines Agnostikers nicht intelligent ist; daß der Mensch sich einer Glaubensentscheidung ĂŒberhaupt nicht entziehen kann; daß sich die Geschöpflichkeit des Seins aufdrĂ€ngt; daß Prophetentum möglich ist; daß sich in mir die Gewißheit eingestellt hat, daß der Islam sich weitestgehend mit der Gesamtwirklichkeit in Harmonie befindet.
Ich stelle also, nicht ohne Betroffenheit, fest, daß ich von mir selbst fast unbemerkt Schritt fĂŒr Schritt in Denken und Einstellung zum Muslim geworden bin.
Jetzt bleibt nur noch der letzte Schritt: die Konversion auch formell zu vollziehen.

“La ilaha illa-llah, Muhammad rasulu-lah”

Bonn, 25. September 1980

Seit heute bin ich Muslim. Mein Glaubensbekenntnis - “La ilaha illa-llah, Muhammad rasulu-lah” ist beim Islamischen Zentrum in Köln schriftlich hinterlegt. Mein gewĂ€hlter islamischer Name lautet Murad Ferid. Ich bin am Ziel.

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*) Jetzt liegt diese Punktation als gedruckte Schrift von nur 16 Seiten vor und nennt sich “Ein philosophischer Weg zum Islam” (Köln, 2. Aufl., 1983 - ISBN 3-8217-0027-0)

 

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